Workshop Optimierung / Zielfindung / Strategie

Die Leiterin Marketing einer Vertriebsgesellschaft für Elektronikbauteile ist seit einem Jahr in Ihrer Position und hat nach einmaliger Durchführung der Messe unter ihrer Regie das Gefühl, dass einige Prozesse „nicht ganz optimal“ laufen. Auch der Stand macht ihr Bauchschmerzen, denn neben der Darstellung des eigenen Unternehmens müssen verschiedene Unteraussteller eingebunden werden, deren Produkte im eigenen Vertrieb sind und die den Messestand für die Eigenpräsentation nutzen wollen.

Hinzu kommt die Tatsache, dass sich die Messe selber an den letzten beiden Tagen für ein breiteres Publikum öffnet, eine Zielgruppe die auch für die eigenen Produktbereiche „Steuerungs- und Bedienelemente“ interessant ist. Jedoch ist man bei der Zielgruppe „Endverbraucher“ als Marke nahezu gänzlich unbekannt. Auch für das Standteam eine neue Herausforderung, der Fachbesucher ist bekannt, aber der Endverbraucher? So wundert es nicht, dass die Besucher trotz erheblicher Standgröße, überwiegend am Stand vorbeiströmen.

Aufgrund der Komplexität der Aufgabe(n) herrscht intern Unklarheit über die richtige Strategie. Die andauernden, oft informellen, internen Diskussionen bringen zwar viel Meinung ans Licht, offenbaren jedoch auch einige Gräben zwischen Vertrieb-, Produkt-, und Marketingverantwortlichen – und dem Flurfunk. Die verschiedenen „Lager“ werden offensichtlich und eine gemeinsame Lösung scheint in immer weiter Ferne.

Zugegeben, die Ausgangsalge ist erfunden. Denn keiner unserer Kunden möchte seinen Namen hier lesen. Obwohl den meisten klar ist, dass sie mit dieser Messeherausforderung nicht alleine sind. So oder so ähnlich stellt sich die Ausgangslage jedoch ganz häufig dar, wenn wir angesprochen werden. Alle eint der Wunsch, dass ein externer Messeexperte die interne Situation moderiert, einen Weg aufzeigt und alle Beteiligten darauf einschwört.

Im Rahmen eines ein- oder mehrstufigen Workshops erarbeiten wir gemeinsam mit den Beteiligten die für die Optimierung notwendigen Grundlagen. Was ist gut? Was weniger? Was wünscht man sich? Was wünscht sich die Zielgruppe? Wer ist die Zielgruppe überhaupt? Was kann man machen? Was keinesfalls? Und? Und? Und? Viele Fragen, viele Antworten, manches selbstverständlich, manches überraschend, manches erschreckend.

Am Ende mündet alles in ein schriftliches Konzept und Strategiepapier, in dem die Herausforderungen gefiltert und gebündelt werden und klare Handlungsempfehlungen gegeben werden. Wichtiges wird priorisiert. Unwichtiges dabei nicht vergessen, ohne die Sicht auf das wesentliche (weiter) zu versperren. Und das wichtigste: Alle Beteiligten haben sich darauf geeinigt, denn sie haben es gemeinsam erarbeitet.