Wie wichtig ist eine passende Event-Plattform?

Datum //

1. Dezember 2021

Autor //

Lars Lockemann

„Mit welcher Plattform sollen wir unsere digitalen Live-Events machen?“ Die Frage nach der geeigneten Technik – der passenden Event-Plattform – wird seit Beginn der Pandemie häufig gestellt. Während Messebesucher sich teilweise noch immer an funkelnden Messeständen vorbeitreiben lassen und spontan dort anlanden, wo es nett zu sein scheint, geschieht dies im digitalen Raum nicht. Niemand wird sich aufgrund der Event-Plattform für oder gegen einen Besuch entscheiden. Die Frage nach der geeigneten Technik kann man also ruhigen Gewissens hinten anstellen. Stattdessen stehen ganz andere Aspekte im Fokus.

Anna Esche von fairconcept als Moderatorin bei digitalen Events.

Live-Kommunikation –analog oder digital?

Seit Jahren zählen Messen und Events zu den wichtigsten Takt- und Impulsgebern für die B2B-Kommunikation bei Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. Daher erhofft man sich diese Impulse nun über die Auswahl der Event-Plattform und der Tools zu gewinnen. Doch bei digitalen Live-Events überzeugen ausschließlich die Inhalte und Formate – und nicht die Features und das Design Ihrer präferierten virtuellen Event-Plattform. Widmen wir uns also den wichtigen Aspekten für die erfolgreiche Umsetzung eines digitalen Live-Events. 

Digitaler Messestand

Content ist King – auch bei Live-Events

Um erfolgreich digital kommunizieren zu können – B2C sowie B2B – muss man sein analoges Live-Kommunikationskonzept aufbrechen. Besucher kommen nicht mehr wegen des kostenlosen Kaffees oder einer interaktiven Fotobox, sondern wegen Ihrer Inhalte. Der Auswahl einer passenden Event-Plattform sollten also immer die Fragen vorausgehen: Was will man sagen und wer soll zuhören? Das Publikum erwartet bei virtuellen Events konkrete Inhalte mit relevanten Mehrwerten für das subjektive Informations- und Kommunikationsbedürfnis. Wegen Kaffee oder Drinks bleiben Sie nicht vor dem Bildschirm sitzen, sondern ausschließlich wegen relevanter, passgenauer Inhalte. 

Erfolgreiche digitale Events – das Format entscheidet

Nie zuvor war der Konsum digitaler Inhalte in der Gesellschaft höher. Netflix und andere Streaminganbieter verzeichnen steigende Nutzerzahlen und begeistern das Publikum mit immer mehr Inhalten. Am Medium “digital” kann es also nicht liegen. Es geht um das Format, wie man seine Inhalte transportiert, Geschichten erzählt und so Teilnehmer begeistert. Die wenigsten möchten einen tagesfüllenden Stream von Vorträgen, Abstimmungen und gut gemeintem Unterhaltungsprogramm, über sich ergehen lassen. Es ist nun an der Zeit, digitale Live-Inhalte nicht mehr wie klassische Messen und Events zu denken. Auch hier spielt die Auswahl der Event-Plattform eine Nebenrolle. Erst wenn man spannende, begeisternde Formate entwickelt hat, schafft man es, die Besucher nachhaltig zu bewegen.

Das richtige Publikum – Knackpunkt virtueller Events

Die Vermarktung ist besonders beim Einstieg in die digitale Live-Kommunikation der Knackpunkt. Denn der beste Inhalt und die umfangreichste Event-Plattform nützt dem Absender am Ende nichts, wenn er nicht gesehen wird. Fehlende Reichweite im B2B-Mittelstand ist neben konkreten Inhalten, das am dringendsten zu lösende Problem. Bevor man sich also der Auswahl einer Event-Plattform widmet, sollte man sich zudem vorerst Gedanken über die Vermarktung machen und woher man sein Publikum bekommt. Oft lohnt es sich, dafür eng mit dem Vertrieb zusammenzuarbeiten. Meistens sind die Vertriebsmitarbeiter diejenigen, die das potenzielle Publikum am besten kennen.  

Fazit: Die passende Event-Plattform

Die Event-Plattform dient letztlich nur dazu, die passgenauen Inhalte und spannenden Formate zum Publikum zu bringen. Die Plattform alleine wird nicht ausschlaggebend für den Erfolg eines virtuellen Live-Events sein. Trotzdem begeht man hier immer wieder den Fehler, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Grundsätzlich gilt: So wenig Technik wie möglich, so viel wie nötig. Häufig kommt man mit bereits bestehenden Kanälen weiter, als man denkt. Mit einem YouTube-Livestream oder einer bereits eingeführten Software wie Teams, Zoom und Co. gelingen meistens schon mehr Live-Erlebnisse als gedacht. Oft gibt es Funktionen, die während der üblichen Videocalls einfach noch nie gebraucht wurden. Diese lohnt es sich, zu entdecken.

Auf bestehenden Tools für Live-Events aufbauen

Auch LinkedIn bietet beispielsweise mit den neu eingeführten Live-Streams die Möglichkeit, es als Event-Plattform zu nutzen. Eine weitere Erfahrung, die wir in unseren Workshops regelmäßig machen, ist, dass viele Unternehmen mit einem Mix aus sinnvollen Tools besser fahren, als mit der “einen großen Lösung”. Die Kosten, die man sich für teure Event-Plattformen spart, sollte man lieber in die Entwicklung spannender Inhalte oder in kompetente Experten stecken, um nachhaltig Besucher begeistern zu können. Dabei sollte man nie das Schönste an einer digitalen Umsetzung vergessen: Man kann unfassbar viel ausprobieren. Hat man früher Messestände für sehr viel Geld designen und bauen lassen, kann man nun jederzeit und unkompliziert seinen Fahrplan nochmal nachjustieren. 

 

Technische Ausstattung für digitale Event Plattform

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